Die schönsten Radwege (2)

Der Trend zum Aktivurlaub hält weiter an. Laut einer ADFC-Analyse verreisten 2017 rund 5,2 Millionen Deutsche mit dem Fahrrad. Davon nutzen immer mehr Urlauber ein Rad mit elektronischer Unterstützung. So ist es auch für Fahranfänger möglich längere Distanzen zu fahren und Steigungen zu meistern. Der ADFC hat in Zusammenarbeit mit Travelbike die 10 schönsten Radwege ausgezeichnet. Was die Top 5 der schönsten Radwege zu bieten haben, haben wir genauer untersucht. (Bild: Rennstahl Bikes)

1.   Elbe-Radweg

Gestartet wird im schönen Cuxhaven. Anschließend führt der Weg rund 860 Kilometer bis an die tschechische Grenze nach Bad Schandau. Von hier kann die Tour auf 1220 Kilometer erhöht und bis zum tschechischen Riesengebirge erweitert werden. Entlang an den Städten Hamburg, Magdeburg und Dresden bietet die Tour viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Der Elberadweg lässt sich sehr entspannt fahren, da es kaum Höhenunterschiede gibt und er fast durchgehend asphaltiert und autofrei ist. Die Tour ist für Anfänger und Familien mit Kindern somit bestens geeignet. Je nach Leistung und Verweildauer an den einzelnen Orten sollten mindestens 15 Tage für die 1220 Kilometer lange Tour eingeplant werden.

2.   Weserradweg und Rurtalradweg

Die erste Silbermedaille geht an den Weser-Radweg. Rund 520 Kilometer verläuft die Strecke von Hannoversch Münden bis nach Cuxhaven. Die Tour zeichnet sich durch das schöne Mittelgebirge aus und führt vorbei an imposanten Burgen, Schlössern und kleinen Dörfern mit Fachwerkhäusern. Als Highlight gibt es die Möglichkeit einen Teil der Etappen mit dem Schiff zurückzulegen. Der Weg ist asphaltiert und führt vorwiegend an der Flusslandschaft, fernab der Hauptstraße entlang. Daher eignet er sich sowohl für Anfänger als auch für Familien mit Kindern.

Die zweite Silbermedaille geht an den RurtalRadweg, der vom Sauerland entlang der Ruhr ins Ruhrgebiet führt. Beginnend in Winterberg ist das Ziel des 230 Kilometer langen Weges die Ruhrpott-Stadt Duisburg. Die Route überzeugt durch die Kombination aus Natur und Kultur. Wer jedoch glaubt, dass das Ruhrgebiet nur dreckige Industriegebiete zu bieten hat - der täuscht sich. Vielmehr fährt man an einer idyllischen Flusslandschaft entlang und besucht Städte wie Dortmund, Essen und Bochum, die zu einem Besuch ins Musical oder Museum einladen. Je nach persönlichen Interessen sollten für den Ruhrtal-Radweg vier bis fünf Tage eingeplant werden.

3.   Rheinradweg

Der Weg startet in der Schweiz und verläuft eine kurze Etappe durch das schöne Frankreich. In Deutschland führt die Strecke an sehenswerten Städten wie Mannheim, Mainz, Koblenz, Köln und Düsseldorf vorbei. Mit der Hafenstadt Rotterdam als Ziel erfolgt der letzte Tourabschnitt in den Niederlanden. Ob Gebirge oder Flachland, der Weg bietet eine Vielfalt an schönen Landschaften. Ein ungefährer Richtwert für die Länge der Strecke sind 1230 Kilometer. Der genaue Streckenverlauf hängt jedoch davon ab, ob man sich für den rechts- oder linksrheinischen Weg entscheidet. In der Schweiz und in Frankreich kann es zu anspruchsvollen Streckenverläufen kommen. Daher ist dieser Abschnitt eher für geübte Radfahrer geeignet. Da die Tour ab Deutschland gemütlicher zu fahren ist, kann der Rheinradweg alternativ ab Konstanz gestartet werden.

4.   Donauradweg

Der Donauradweg gleicht einem Europatrip. Die Tour startet an der Donauquelle in Donaueschingen. Da es unterschiedliche Wege gibt, kann die Strecke je nach Route durch Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien oder Bulgarien führen. Ziel der Tour ist Rumänien. Dort mündet die Donau im Schwarzen Meer. Je nach Streckenabschnitt kann die Zahl der angegebenen 2850 Kilometer variieren. Die verschiedenen Länder bieten eine kulturelle und landschaftliche Vielfalt: tobende Gewässer, weite Felder und beeindruckende Kalkfelsen. Absolute Highlights sind die Auenlandschaften in Ungarn und der Slowakei, das azurblaue Wasser am Blautopf bei Blaubeuren und die Kulturhauptstädte Europas wie Wien, Linz, Bratislava und Budapest. Wem die Tour zu lang ist, der kann sie auf einzelne Streckenabschnitte kürzen oder einige Etappen mit der Bahn zurücklegen. Zudem sollte die Route vor allem in Ungarn und der Slowakei gründlich geplant werden, da einige Abschnitte weder ausgebaut noch beschildert sind und die Strecken teilweise über befahrene Straßen führen. Für Familien mit Kindern sind die Etappen in Deutschland und Österreich eine Alternative.

5.   Main-Radweg

Da der Main aus zwei Quellen entspringt, kann man den gut 600 Kilometer langen Radweg von zwei Punkten aus beginnen. Die Quelle des Roten Mains entspringt in Creußen in der Fränkischen Schweiz und die Quelle des Weißen Mains liegt im Fichtelgebirge. Die Strecke führt vorbei an verträumten Wäldern, malerischen Dörfern und schönen Weinbergen, die zum Besuch eines Weingutes einladen. Landschaftliche Höhepunkte der Tour sind die Abschnitte durch das fränkische Weinland und den Spessart. Auch kulturell gibt es auf dem Main-Radweg einiges zu entdecken. So bieten Bamberg und Würzburg mit ihren UNESCO-Welterben, aber auch Bayreuth, Schweinfurt und Frankfurt viele Sehenswürdigkeiten. Ziel der Tour ist die für ihre Fachwerkhäuser bekannte Stadt Mainz. Hier mündet der Main im Rhein. Der Weg bietet sehr gut ausgebaute Strecken und erweist sich als sehr fahrradfreundlich. Die Tour ist daher für jedermann geeignet.

Mehr Informationen zum Beispiel hier: 
www.adfc.de/adfc-reisenplus/uebersicht-reisenplus

Bild: Copyright Rennstahl